Es ist ja kein Geheimnis – viele Frauen im Beruf mit Karriereambitionen „verstecken“, „verschweigen“ ihre Kinder, manchmal auch ihre Weiblichkeit – aus Furcht, nicht ernst genommen zu werden. Denn es hat sich leider in einigen alten Köpfen die Ansicht manifestiert, das Frauen, sobald sie ein Kind haben, ihr Hirn abgeben und nur noch gebeugt und rucksacktragend geschlechtsneutral den Kinderwagen vor sich her schieben können.

Um so schöner ist es, wenn es tolle Blogs und Initiativen von Frauen gibt, die auch durch und mit ihren Kindern lernen, dies offen zeigen, Parallelen erkennen zwischen der Welt der Familie und dem Beruf, dazu stehen und auch noch beste Ideen generieren.

So zum Beispiel der Blog von Anne Engelshowe „Salon der Guten„.

Da stehen mal nicht wichtige Geschäftsleute und unterhalten sich auf einem Stock-Foto, sondern da sitzt der Teddy mit Kopfverband (wahrscheinlich von der Tochter mal ausgeliehen) Modell für einen Artikel zum Thema Gesundheit.

Der Kindergarten wird als Beispiel für ein gelungenes Onboarding genommen, und Buntstifte liegen an Stelle von teuren Kugelschreibern neben dem Notebook. Das gibt diesem Blog einen ganz besonderen natürlichen Charme – gemixt mit guten sachlichen Informationen mit Niveau. Man spürt die Freude an dem Beruf und an dem Thema ebenso wie den Mut, gar nicht in die enge Frauen-Box einzusteigen: Indem man einfach authentisch schreibt und sich nicht darum kümmert, wenn es noch auf Rudis alter Resterampe Leute gibt die immer noch nicht verstanden haben dass Frauen trotz, sondern gerade mit Kind denken können.

Ach ja: Wollen Sie mal testen, wo SIE mit Ihrem Gedankengut stehen? Unter der Medien-Initiative „Bring Licht ins Dunkle“ wurde ein Chefsache-Test entwickelt:
„“Unbewusste Vorurteile – englisch Unconscious Bias – beeinflussen das Handeln, egal ob in Meetings, bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern oder bei der Auswahl der nächsten Führungskraft. Jeder von uns hat eine oft unter­bewusste Tendenz, bestimmte Begriffe eher mit dem einen oder dem anderen Geschlecht zu verbinden. Bei unserem Unconscious-Bias-Test ordnen Sie einzelne Begriffe zu – und das so schnell und intuitiv wie möglich. „“

Es ist bestimmt nicht mehr lange hin und ein männlicher Kollege nimmt sein Kind auf den Arm und sagt: „Hey, für Dich mache ich doch den ganzen Berufskram! Damit es Dir gut geht, damit Du glücklich bist, Warum solltest Du also nicht mit bei meinem Blog / bei meinen Events dabei sein?“ Warum nicht Dein Leben zum Anlass nehmen, um berufliche Entwicklungen in meinem Leben zu hinterfragen?

Und dann käme zum Beispiel ein Artikel: Was Lehrer vom Talentmanagement lernen können. Oder: Gesundheit im Mittelalter; Verbannt diese rückenschädigenden Stühle im Klassenzimmer,! Oder: Wie aktuell ist die Eignungsdiagnostik bei der Einstellung von Lehrern wirklich?

Ein riesen Fundus also an Themen. Und so gar nicht rosa.

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