#Wille, auch: Volition = Situationen, in denen Anstrengung aufgewendet werden muss, um eine beabsichtigte Handlung gegen Widerstände auf Zielkurs zu halten. (vgl. Narziß, Kuhl, 1983, Heckhausen und Gollwitzer 1987). Was passiert, wenn jemand einer eingeschliffenen Gewohnheit entgegenlaufende Handlungen ausführen muss? Warum müssen wir zwischen der Wahl und der Realisierung von #Handlungszielen unterscheiden und zwischen motivationalen und volitionalen Phänomenen differenzieren? (vgl. spektrum.de)

Oder entspricht es eher der Wahrheit, „…dass ein Mensch, der sich ein #Ziel setzt und unter größter #Anstrengung versucht dieses Ziel zu erreichen, ein Mensch ist, der den absoluten Willen ein Ziel zu erreichen nicht besitzt.“ ? (vgl. Faber,P. Der Unterschied zwischen Wille und Anstrengung).

Wichtige Gedanken für Führungskräfte

Was hier so wissenschaftlich klingt und recht knapp Gedanken der #Motivations– und #Volitionspsychologie vorstellt sind ganz reale und wichtige Gedanken für #Führungskräfte. Gerade jetzt haben wir nicht nur zu kämpfen mit Umsatzeinbußen, unzufriedenen #Kunden, #Beschwerden, Verzögerungen, Verschiebungen, Sorge um den #Arbeitsplatz und Sorge um die Arbeitsplätze der Mitarbeiter.

Die Motivation der Mitarbeiter*innen ist spürbar bedrückend

Auch die #Motivation der Mitarbeiter*innen ist spürbar bedrückend – und das sollen, immer noch nach fest sitzenden Vorstellungen vieler – die #Führungskräfte bitte richten.

Vielleicht kennen Sie meine #Haltung dazu, ich habe sie einmal in einem Artikel beschrieben: Die Anforderung an Führungskräfte, Mitarbeiter zu motivieren, wenn intrinsische Motivation nicht vorhanden ist, ist kompletter Blödsinn.

Unerfüllbare Anforderungen an Führungskräfte

#Extrinsische Motivation und ihre Wirkung gibt es, aber nur kurzfristig und ist daher unbrauchbar für die langfristige #Zusammenarbeit. Versuchte extrinsische Motivation endet eher immer in Verlockung („Wenn Du das machst, dann gebe ich Dir das“), Bestechung, Bedrohung („Wenn Du das nicht machst, dann gebe ich Dir das nicht“), schmeicheln („Mensch, Du kannst das doch so gut, könntest Du nicht noch mal..?“) oder verhandeln („Wenn Du heute Dienst machst, dann kannst Du morgen..) – also endet in allem Möglichen, aber nicht in Motivation.

Wir können auch nur essen, wenn etwas auf dem Teller liegt. Führung kann nur dann motivieren, wenn die Mitarbeiter über eine eigene, intrinsische #Motivation verfügen.

Und die ist derzeitig sicherlich und verständlich bei vielen überdeckt durch #Sorgen um die #Familie, die #Gesundheit, durch die Schwierigkeiten, die wir alle damit haben, uns den neuen veränderten Situationen anzupassen. Nicht nur bei den Mitarbeiter*innen. Auch bei den Führungskräften selbst.

Wie also kann ich mich und meine Mitarbeiter in Corona-Zeiten motivieren?

Gibt es nicht mal ganz einfache #Hilfsmittel?

Ein ganz einfacher #Praxistipp. Schreiben Sie einmal folgende Worte gut sichtbar für alle auf: #Müssen. #Können. #Dürfen. #Möchten. #Wollen. Und dann fragen Sie sich selbst und ihre Mitarbeiter: Was verstehen Sie darunter?

Und möglicherweise kommen dann auch Antworten, die uns wieder bewusst machen: Wenn wir das Gefühl haben etwas zu MÜSSEN, ist in der Regel die Motivation gering. Die Einstellung etwas zu DÜRFEN signalisiert eine #Wertschätzung gegenüber den Möglichkeiten, die uns gegeben werden – und hat eine ganz andere Wirkung auf unsere Motivation. KÖNNEN bedeutet: #stolz zu sein auf unsere #Fähigkeiten und unser #Wissen und entfaltet eine positive Wirkung.

MÖCHTEN – das sind unsere Wünsche, unsere Vorstellungen, die aber noch in weiter Ferne sind und eventuell zum WOLLEN führen.

Wir können auch sehr gut motiviert sein etwas zu unterlassen

Hätte Frau #Merkel diesen Flipchart damals gesehen, hätte sie vielleicht nicht gesagt „Wir schaffen das!“ sondern „Wir wollen das.“

Denn: Etwas einfach nur schaffen sagt uns nicht „“Wie? Womit? Wofür? Warum?“ und weckt damit keine Vorstellungen. Das Blöde an der Motivation ist ja auch, dass wir sehr gut motiviert sein können etwas NICHT zu tun.

Und dann können wir auch etwas schaffen – ohne motiviert zu sein. Das wird leider oft in dem Gerede über Motivation gerne mal vergessen, aber jeder von uns kennt das.

Das Zauberwort Wollen

WOLLEN beschreibt eine ganz andere, ganz besondere #Kraft, die auch nur aus uns selbst heraus entwickelt werden kann (vgl. #Rubikon-Modell, Maja Storch u.a.). Und wir alle besitzen diesen #Willen. Wir alle wissen, was wir leisten können, wenn wir etwas wirklich wollen.

Und genau diesen Willen brauchen wir jetzt – und sonst auch. Wir müssen durch diese Zeiten nicht durch, wir möchten nicht durch, aber wir dürfen, können da durch und wir WOLLEN da durch.

Denken auslösen – Voraussetzung zum Überdenken

Wenn Sie ein #Mitarbeitergespräch darüber führen, werden Sie auf jeden Fall ein Denken auslösen. Und Denken ist immer der erste Schritt in die Bereitschaft etwas zu #überdenken. Vielleicht die eigene Haltung, das eigene Verhalten, die eigene Einstellung.

Versuchen Sie es einmal. Und Sie können gerne in unserer Gruppe HR Autorenherz auf LinkedIn  von Ihrer Erfahrung berichten, wenn Sie möchten.

Herzliche Grüße!

 

 

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